Meine-Augenblicke

Adventsurlaub 2025

Sonntag, 23. November 2025

Es fing alles damit an, dass wir um 10:00 Uhr losfuhren – völlig stressfrei, völlig entspannt, und jetzt haltet euch fest: Wir mussten nicht ein einziges Mal umdrehen. Kein “Oh nein, der Haustürschlüssel!”, kein “Mist, das Ladekabel!” – nichts. Wir waren so gut vorbereitet, dass wir uns kurz fragten, ob wir versehentlich in ein Paralleluniversum geraten waren.

Die Autobahn war so leer, dass wir ernsthaft überlegten, ob wir ein Feiertagsverbot übersehen hatten oder ob alle Menschen sich zu Hause verstecken, sobald wir verreisen. Um 14:30 Uhr rollten wir dann majestätisch nach Kühlungsborn ein – als hätten wir die Strecke selbst freigeräumt.

Nachdem wir die Schlüssel bekommen hatten, kam erst einmal der offizielle Eröffnungsakt der Reise: Käthe ans Meer führen. Sie sprintete an den Strand, guckte aufs Wasser, schnupperte einmal salzig und fand unmittelbar neue Freunde – vermutlich, weil sie als Einzige keine dicken Jacken trug und daher am sympathischsten rüberkam.

Danach zogen wir weiter zur heiligen Fischbrötchen-Bude. Es gab Glühwein, Backfisch, frische Nordluft – und erst DANACH sind wir in die Wohnung. Strategisch absolut richtig, denn die Sonne hatte schon Feierabend.

Die Unterkunft war wieder mal ein Volltreffer. Kuschelig, gemütlich, und man merkt richtig, wie Eddi und Christiane sich austoben, um alles perfekt zu machen. Dieses Mal gab’s sogar ein nagelneues Schlafzimmer – mit Betten, die so bequem sind, dass man nach zehn Minuten darin ernsthaft seinen Lebensplan überdenkt.

Abends gingen wir in die La Perle, und ich gönnte mir Butterfisch in Orangensauce mit Chili-Spinat und Reis – also im Grunde ein Gericht, das klingt wie ein Gedicht. Enno hatte Labskaus, ein Gericht, das klingt wie ein Dialekt. Es war kalt draußen, aber schön. So richtig schön. Nordsee schön. Oder eigentlich Ostsee schön – aber eben die Sorte Kälte, bei der man glücklich ist, wenn man noch Gefühl in der Nase hat.

Und ich? Ich hab ganze 10 Stunden geschlafen. Die Betten sind einfach eine Schlaf-Falle. Kaum legt man sich rein, zack – Bewusstlosigkeit.

Kurz gesagt: Der Urlaub fing so perfekt an, dass wir ein bisschen Angst haben, dass das Schicksal noch irgendwas Dramatisches plant. Aber bis dahin genießen wir Kühlungsborn – mit Fischbrötchen, Meer, Käthe und den bequemsten Betten der Ostseeküste.

Montag

Kühlungsborn – Tag 2: Der Tag, an dem wir uns für Outdoor-Profis hielten

Natürlich sind Käthe und ich morgens früh aufgestanden, weil nichts „Urlaub“ so sehr schreit wie freiwilliges Frühaufstehen bei arktischen Ostsee-Temperaturen. Immerhin hatte ich 10 Stunden geschlafen – also genug, um theoretisch Bäume auszureißen oder mindestens einen Schneemann umzuschubsen.

Wir also ab zum Strand. Käthe völlig aus dem Häuschen: Schnee! Wasser! Sand! Eine elementare Dreifaltigkeit, die sie offenbar persönlich in Ekstase versetzte. Sie hat jeden Schneemann angebellt, als wäre es eine offizielle Sicherheitskontrolle.

Danach ging’s zum Edeka, wo wir Brötchen und diese typisch regionalen „Kleinigkeiten“ kauften, die es nur hier gibt – also vermutlich Dinge, die man niemals wirklich braucht, aber im Urlaub für unverzichtbar hält.

Währenddessen bereitete Enno das Frühstück vor. Mit Liebe. Und vermutlich innerer Verzweiflung, weil ich zwei Stunden unterwegs war. Aber gut, Liebe hält ja bekanntlich einiges aus.

Nach dem Frühstück zogen Käthe und ich wieder los – diesmal Richtung Osten. ZU FUß. Natürlich am Strand entlang, weil wer braucht schon befestigte Wege? Schnee, Sand, Wasser, Möwen – ein einziges postalisches Traum-Klischee, in dem man aber leider echte nasse Schuhe bekommt.

Und obwohl es kalt war wie in einer Arktisdokumentation, waren erstaunlich viele Menschen draußen. Mit einem Dackel spricht plötzlich JEDER mit dir. Fremde, Möwen, vermutlich sogar die Schneemänner.

Kurz vor Edel & Scharf rief ich Enno an, damit er uns einsammelt. Wir warteten dort mit einem Eierpunsch, der uns innerlich wärmte – was auch dringend notwendig war, denn Käthe sah aus wie ein nasser Waschlappen auf vier Pfoten. Sie zitterte, war voller Sand und guckte so leidend, dass selbst Disney sie sofort für einen emotionalen Kurzfilm engagiert hätte.

Natürlich nahm Enno sie sofort auf den Arm, wickelte sie in ein Handtuch, und wärmte sie mit Körperhitze – ungefähr so, als hätte er gerade ein zu früh geschlüpftes Baby-Pinguin adoptiert.

Ich selbst hatte übrigens nasse Füße. Aber gut – irgendjemand muss ja leiden.

Zurück ging’s dann mit dem Auto, weil selbst ich irgendwann erkenne, dass Selbsterfrierung keine Urlaubserfahrung ist.

Nachmittags: gepflegt gammeln. Also die wahre Königsdisziplin.

Abends wagten wir uns dann zur Pizzeria Rossini unter den Kolonnaden und gaben ihnen eine zweite Chance – denn wir sind ja großzügig, gütig und kulinarisch risikobereit. Und siehe da: Es war wirklich lecker.

Fast schon zu lecker, um es in diesem ansonsten frostig-heroischen Abenteuerbericht zu erwähnen.

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Dienstag

Kühlungsborn – Tag 3: Der Tag, an dem wir offiziell zu Zen-Meeresbewohnern wurden

Nachdem wir lange geschlafen haben – also bis 8:30 Uhr, was in Kühlungsborn praktisch einem Mittagsnickerchen entspricht – begann der Tag wieder mit meiner traditionellen „Käthe-zum-Strand-Schlepp-Aktion“. Dieses Mal allerdings ganz entspannt, denn offenbar hat Käthe beschlossen, ihren inneren Dalai Lama zu finden: Sie zieht nicht mehr wie ein Schneepflug Richtung Wasser, sondern steht nun würdevoll da, als wäre sie die spirituelle Königin der Ostseeküste.

An diesem Tag gab es Brötchen von Junge – damit wir auch einmal kulturell anspruchsvoll frühstücken, versteht sich.

Und dann geschah das Unfassbare:

Der Schnee hörte auf.

Die Sonne kam raus.

Und es lag nur noch ein bisschen Schnee herum – vermutlich der Teil, der zu faul war zu schmelzen. Die Stimmung war so friedlich, dass man fast erwartete, irgendwo Yoga-Gruppen in Zeitlupe meditieren zu sehen.

Alles war wieder Mega entspannt. So entspannt, dass man fast schon Angst bekommt, ob man überhaupt noch ein funktionierender Großstadtmensch ist oder schon halb Meeresalge.

Ich lief morgens mit Käthe am Strand entlang. Sie genoss es. Ich genoss, dass sie es genießt. Ein einziger Genuss-Kreislauf, der vermutlich in einem Reisekatalog kitschig wirken würde.

Einer von uns durfte ausschlafen und bereitete während unserer Wanderung schon das Frühstück vor!

Danach schnappten wir uns die Fahrräder und radelten völlig heroisch zum Rieden Strand . Sportlich, aktiv, naturverbunden – alles, was wir sonst eher vermeiden. Wir waren danach am Strand, weil man hier offenbar pro Tag mindestens zwei verschiedene Strandgänge braucht, um ernst genommen zu werden.

Dann ging’s in den Osten (also geografisch, nicht politisch). Dort gab es Glühwein und Hot Aperol an einer Pommesbude am Yachthafen – die perfekte Kombination aus „Ich friere“ und „Ist mir egal, ich trinke mich warm“.

Danach ins L42, wo Suppe und Kartoffelstampf mit Dorsch auf der Speisekarte standen. Eine kulinarische Mischung, die klingt wie Comfort Food meets Survival Camp.

Danach verabschiedeten wir uns später brav Richtung Heimat, während wir unseren Hochzeitstag auf die einzig richtige Art verbrachten:

Couch. Gemütlich. Keine Termine. Keine Bewegung.

Abends gab’s dann das große Fischgelage: geräucherter Fisch, Butterfisch, Lachs, Matjes – direkt aus dem Fischgroßhandel. So viel Omega-3, dass wir praktisch unzerstörbar sind.

Danach: ganz, ganz früh ins Bett.

Also wirklich früh. So früh, dass selbst Seniorenclubs wahrscheinlich sagen würden: „Wow, die übertreiben aber.“

Mittwoch,

Mittwoch – Der Tag, an dem wir dachten, wir seien Profi-Küstenwanderer (waren wir aber nicht)

Der Mittwoch begann – natürlich – wieder früh. Warum? Weil Käthe beschlossen hat, dass sie in diesem Urlaub die Rolle des persönlichen Weckdiensts übernimmt. Also stapften wir wieder an den Strand, diesmal bis in den Osten. Ich habe das Gefühl, wir laufen hier täglich Distanzen, für die andere Leute einen Pilgerrucksack, drei Motivations-Podcasts und zwei Wochen Urlaub brauchen.

Die Sonne schien – richtig, tatsächlich! Nicht nur so ein „ich tu mal kurz so“-Sonnenaufblitzen, sondern echtes Licht, das einen fast vergessen lässt, dass man vor zwei Tagen noch im Kühlungsborner Schneesturm stand.

Die Brötchen holten wir heute bei der Ostseebäckerei an der Strandstraße, einfach um unserem Bäcker-Hopping treu zu bleiben. Man will schließlich nicht eindimensional wirken.

Nach dem Frühstück ging’s nach Warnemünde – weil man ja auch mal fremdgehen muss, was Ostseestrände angeht. Dort liefen wir am Strand entlang, stromerten durch die Shoppingmöglichkeiten und taten so, als wären wir völlig entspannt und nicht eigentlich kurz davor, mit vollem Bauch und zu viel Seeluft in einen spontanen Mittagsschlaf zu fallen. Wir haben auch lecker gegessen, natürlich. Das tun wir nämlich jeden Tag, damit unser Körper nie vergisst, warum wir eigentlich Urlaub machen.

Käthe war selbstverständlich wieder dabei – diesmal mit der genialen Idee, NUR die 30-Meter-Schleppleine mitzunehmen. Ja, diese Leine. Die XXL-Version. Die, mit der man theoretisch einen Drachen lenken oder ein Containerschiff abschleppen könnte. Die kurze Leine? Natürlich zu Hause. Warum auch praktisch, wenn’s auch lebensgefährlich geht?

Das Resultat: Wir hätten uns fast verheddert wie zwei betrunkene Möwen in einem Fischernetz. Ein Wunder, dass keiner von uns danach eine Helikopter-Bergung brauchte.

Glühwein gab’s dann im Strandkorb – ganz nach dem Motto: erst halb erfrieren, dann halb betrunken auftauen. Luxus pur.

Um 16 Uhr ging’s im Dunkeln nach Hause, weil die Sonne hier offenbar nach Tarifvertrag arbeitet und pünktlich Schluss macht. Im Januar ist 16 Uhr quasi Mitternacht an der Ostsee.

Und der Abend?

Der ist noch offen.

Was bedeutet: alles kann passieren.

Von „Wir schlafen um 18:30 ein“ bis „Wir essen den kompletten restlichen Urlaubsfischvorrat und reden Mist bis Mitternacht“ ist alles drin.

Donnerstag – Der Tag, an dem wir fast so taten, als hätten wir unser Leben im Griff

Der Donnerstag begann wie immer: ich bereitete mich heldenhaft auf den Strand vor. Schal. Sonnenbrille. Entschlossenheit.

Kurz: Ich war bereit für die arktische Ostsee UND eventuelle Paparazzi.

Währenddessen stand er auf, schlurfte Richtung Kaffeemaschine – und setzte sich dann erstmal seelenruhig vor den Fernseher. Noch im Halbschlaf, in einer Körperhaltung, die eindeutig die Botschaft sendete:

„Ich bin anwesend, aber emotional noch nicht bereit.“

Und dann sagte er ernsthaft:

„Mach jetzt bloß keinen Stress.“

Ich antwortete pädagogisch wertvoll, wie ich nun mal bin:

„Du hast jetzt anderthalb Stunden Zeit, aufzuwachen und den Frühstückstisch zu decken.“

Ein fairer Deal, wie ich finde.

Am Strand fanden wir dann eine tote Möwe – ein Highlight, das man sich im Urlaub ja wirklich wünscht. Natürlich haben wir das ordentlich bei der Stadt gemeldet. Deutsche Ordnung muss schließlich auch am Strand eingehalten werden.

Käthe hat mittlerweile ein festes Ritual entwickelt:

Strand → Zuhause → Dusche → Pfotenwäsche.

Sie macht das schon so routiniert, dass man denkt, sie plant ein Hygiene-Tutorial für Hunde-Influencer.

Währenddessen räumte Enno die Spülmaschine aus UND saugte den Flur.

Ein Mann, ein Mythos, ein Staubsaugerheld.

Um 11:00 Uhr – also nur drei Stunden nach Aufstehen – konnten wir endlich unseren Tag planen. Die Effizienz war kaum auszuhalten.

Dann gab’s eine kleine Fahrradtour durch Kühlungsborn:

  • Besuch im Hundeladen, wo wir ein Häschenohr mit Fell kauften – angeblich gut für den Darm. (Für Käthe, nicht für uns. Hoffentlich.)

  • Ausstellung mit Weihnachtsartikeln – überschaubar, sagen wir’s so.

  • Polstermöbel-Outlet – Enno kannte natürlich die Hälfte aus Schöner Wohnen. Bildungsbürger-Moment des Tages.

  • Alte Mühle – früher Restaurant, jetzt Ferienwohnungen. Wir taten so, als würden wir uns auskennen.

Danach radelten wir in den Osten und fuhren Strecken ab, die wir noch nie gesehen hatten. Es war fast wie eine Expedition, nur dass wir alle 10 Minuten anhielten, weil irgendjemand (meist ich) „Oh guck mal!“ rief.

Zwischendurch sprang Enno in den Rossmann, um ein neues Deo zu kaufen – und kam raus wie der Nikolaus persönlich:

mit einem Merci-Adventskalender für mich.

Ich weiß bis heute nicht, ob das Liebe oder ein schlechtes Gewissen war.

Dann fing es natürlich an zu regnen, und unser Magen knurrte wie ein schlecht gelaunter Seehund. Also suchten wir Essen – vom Yachthafen bis zu Gundis Fischbude. Eine Odyssee der Extraklasse.

Endlich fanden wir unsere Rettung:

Glühwein und Lachsburger.

Enno bekam Bier und Fischsuppe – und war wieder mit der Welt versöhnt.

Als Dank für die kulinarische Erlösung half er den beiden Damen dort beim Tannenbaum-Aufstellen.

Gut, dass er früher Tannenbäume verkauft hat – endlich konnte er seine jahrelang brachliegende Expertise wieder auspacken.

Danach kurzer Kaufrausch in der Fischräucherei. Enno war nicht zu bremsen – hätte man ihn gelassen, hätte er wahrscheinlich ein komplettes Räucherfass gekauft.

Schnell nach Hause, denn es nieselte, wurde windig und – Überraschung – schon wieder dunkel.

Und dann kündigte sich das Wochenende an wie ein episches Großereignis:

Das Stammgast-Wochenende.

Weihnachtsmarkt im Konzertgarten West.

Wintermarkt an der Seebrücke.

Noch ein Wintermarkt irgendwo (vermutlich für Menschen, denen zwei nicht reichen).

Kurz:

Es wird ernst.

Die Saison der Glühweinkrieger beginnt

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**⭐ SPEZIALKAPITEL ⭐

Die Waagen-Odyssee – oder: Der Tag, an dem die Wahrheit gnadenlos digital aufleuchtete**

Es war einer dieser scheinbar harmlosen Urlaubstage, an denen man denkt:

„Ach komm, heute passiert sicher nichts Dramatisches.“

Doch wie wir inzwischen wissen: Genau dann schlägt das Schicksal zu.

Ich betrat das Badezimmer, nichtsahnend, beschwingt, vielleicht sogar ein bisschen übermütig. Dort stand sie:

Die Waage von Christiane.

Kalt. Metallisch. Mit Blick auf die Wahrheit.

Eine Wahrheit, die niemand bestellt hat.

Und dann tat ich es.

Ich holte Käthe dazu.

Meine treue Begleiterin.

Mein kleines Energiebündel.

Mein… gewichtstechnisches Überraschungspaket.

Ich stellte mich also mit ihr gemeinsam drauf.

Die Waage dachte vermutlich: „Oh wunderbar, heute habe ich zwei Fälle auf einmal.“

Die Zahl erschien.

Ich zog – hochwissenschaftlich! – mein Gewicht von vor einer Woche (natürlich nicht das aktuelle) ab.

Absolute Präzisionsforschung, die selbst das Max-Planck-Institut beeindruckt hätte.

Und dann die Erkenntnis.

Der Schock.

Der Plot Twist des Jahres:

KÄTHE HAT DREI KILO ZUGENOMMEN.

Nicht 300 Gramm.

Nicht ein kleines Wohlfühlpölsterchen.

Drei komplette Kilos.

Ich schaute sie fassungslos an.

Sie schaute zurück – absolut unbeeindruckt – mit einem Blick, der klar sagte:

„Ja? Und? Nenn es Winterfell 2.0. Ich nenne es Luxus.“

Ich begann sofort darüber nachzudenken, wie das passiert sein könnte.

War es der Lachsburger-Geruch, den sie eingeatmet hat?

Hat sie heimlich Glühwein durch die Luft aufgenommen?

Zieht sie Kalorien aus Schneeflocken?

Oder hat sie einfach beschlossen, im Urlaub mal richtig loszulassen?

Egal wie – Käthe ist jetzt die Deluxe-Version von sich selbst:

Mehr Hund, mehr Charme, mehr Masse beim Hochheben.

Wenn sie jetzt auf meinen Schoß springt, weiß ich nicht mehr, ob’s Liebe oder ein Bodycheck ist.

Aber ganz ehrlich?

Es steht ihr.

Sie sieht aus wie ein Hund, der weiß:

Ich hatte eine gute Zeit. Und ich bereue nichts.

FREITAG – Die kulinarische Völlerei-Tour von Rostock

Der Freitag startete wie ein typischer Urlaubstag im Hochleistungsmodus:

Um 12 Uhr – also weit nach jedem ernstzunehmenden Morgen – machten wir uns gemütlich auf den Weg nach Rostock.

Natürlich landeten wir prompt im Stau.

Ein Stau, der so lang war, dass man das Gefühl hatte, halb Mecklenburg-Vorpommern wolle zeitgleich denselben Gedanken verwirklichen:

„Lass mal nach Rostock fahren, vielleicht gibt’s da Reibekuchen.“

Am Weihnachtsmarkt angekommen, stürzten wir uns zuerst auf – selbstverständlich – Reibekuchen.

Ölig, heiß, herrlich – quasi der olympische Grundstein jeder weiteren Essensentscheidung.

Und weil Reibekuchen allein ja fast schon wie Verzicht wirken würden, gab es direkt danach einen Winzerglühwein.

Hochwertig, warm, und genau das richtige Getränk, um den Magen freundlich darauf vorzubereiten, was wir sonst noch so vorhatten.

Danach ging es ins Restaurant „60 seconds to Napoli“, wo ich mich heldenhaft für die Trüffelpasta IN der Pizza entschied.

Ja, IN der Pizza.

Low Carb war gestern – heute wird einfach alles gleichzeitig gegessen.

Enno bestellte ein Schinken-Käse-Röllchen, das so mächtig war, dass selbst er kurz schwieg. Eigentlich waren es ja auch zwei.

Der Nachbartisch bestellte Bruschetta, allerdings „mal ganz anders“.

So anders, dass man vermuten könnte, der Koch habe beschlossen, das Konzept „Italien“ völlig neu zu interpretieren.

(Foto vorhanden. Beweisstück A.)

Nachdem wir so satt waren, dass wir eigentlich hätten schlafend aus dem Lokal gerollt werden müssen, gab es natürlich noch einen Trollentrunk. Den gab es an dem finnischen Weihnachtstand und enthält Rum und Preiselbeersaft!

Denn nichts unterstützt ein bereits überfülltes Verdauungssystem so souverän wie heißer Alkohol.

Enno brachte mich danach liebevoll und äußerst vorsichtig nach Hause –

wie ein unersetzbares Kunstwerk aus der Rubrik „Sehr satt und sehr müde“.

Käthe fand den Tag selbstverständlich spektakulär.

Sie schlich höchst konzentriert und in Zeitlupe – im feinsten Nieselregen –

von Bratwurstbude zu Spanferkel-mit-Sauerkraut-Station,

als würde sie gerade die kulinarische Route für ihre Doktorarbeit erkunden.

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Gerne – hier kommt dein Urlaubsbericht in einer schönen, sarkastisch-ironischen, leicht überdrehten Erzählform. Ich habe deinen Inhalt behalten, nur den Ton veredelt:

Samstag – Kapitel 237 der unendlichen Ostsee-Saga

Gestern Abend habe ich Enno tatsächlich noch überredet, zu Fuß (ja, mit echten Beinen) mit mir zum Weihnachtsmarkt zu gehen. Dummerweise waren Hunde dort nicht willkommen – offenbar haben sie Angst, dass die Vierbeiner die Glühweinschwaden wegwedeln. Also sind wir rüber ins Winterdorf beim Aquamarin gewackelt. Da gab’s wenigstens richtig leckeres Essen, gutes Bier und Menschen, die so freundlich waren, dass man fast misstrauisch wurde. Nach einer Stunde haben wir uns dann heldenhaft wieder nach Hause geschleppt. Auch die Couch war hochzufrieden, dass wir sie nicht länger ignorierten.

Heute Morgen wollte ich dann mit Käthe los – nichts ahnend, dass mein Tag direkt mit einer Szene aus einer ostfriesischen Telenovela beginnen würde. Ein Auto hält neben uns, die Fahrerin beugt sich raus und fragt: „Ist das Käthe?“

Ich: „Äh… ja?“

Sie: „Kommen Sie doch mal vorbei in der Schlosserei. Elsa ist zu Hause. Ich fahr nur kurz einkaufen.“

Und ich stehe da wie bestellt und nicht abgeholt und denke: Was zur Hölle passiert hier? Das kann nur irgendwie mit Christiane zu tun haben. Ich rufe sie an – natürlich geht sie nicht ran. Klar.

Am Strand treffe ich dann wieder den netten Mann von gestern mit seiner fünfjährigen Hündin Hanni. Die beiden Fellfräuleins vertragen sich super, bis Hanni irgendwann beschließt, dass sie jetzt bitte weiterziehen möchte. Hundekontakte sind eben wie Speed-Dating – kurz, freundlich, danach laufen alle in verschiedene Richtungen.

Dann ein Boxer. Abo? Abu? Irgendwas mit „A“. Nettes Herrchen. Käthe so: meh. Der Boxer dagegen fand wohl mich interessanter als alles andere am Strand. Ich nehme das mal als Kompliment.

Mittags sind wir dann Richtung Osten über den Strand gewandert und haben Billy getroffen, einen Ridgeback. Wieder geplaudert. Unfassbar, wie kommunikativ man plötzlich ist, wenn Hunde im Spiel sind. Und ich dachte immer, ich wäre sozial auf dem Niveau eines Backsteins.

Später gab’s auf der Seebrücke einen Glühwein und dann im Yachthafen im Restaurant „See“ Muscheln und Fischtopf. Sehr lecker, sehr sättigend. Danach bin ich – natürlich wieder zu Fuß – mit Käthe zurück. Enno ist mit dem Rad gefahren. Er hat Hüfte. (Ein Satz, der alles erklärt.)

Auf dem Rückweg ist Käthe dann am Strand ausgebüxt. Ich also hinterher, im schönsten Ostseewind, als wäre ich Statistin in einer Slapstick-Komödie. Frau rennt, Dackel rennt schneller. Ein Bild für die Götter. Danach blieb sie an der Leine. Konsequenzen müssen sein.

Selbst als wir Rudi trafen, einen kleinen Dackelrüden – no way, Leine blieb dran. Also mussten die beiden halt an der Leine spielen. Ästhetisch fragwürdig, aber sicher.

Völlig erschöpft, windschnittig zerzaust und sozial überperformt bin ich dann pünktlich zum Sonnenuntergang zuhause eingefallen.

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SONNTAG – Der Tag, an dem wir endlich ein Familienfoto hatten (und Käthe ein Strandkorb-VIP wurde)

Der Sonntag startete wie immer: mit einer heroischen Expedition zum Brötchenholen.

Doch diesmal geschah Großes.

Wirklich Großes.

Wir entdeckten – ganz zufällig, als wären wir Indiana Jones – ein Restaurant im Beach Club Hotel.

Ein kulinarisches Atlantis, versteckt zwischen Strandweg und Frühstückslaune.

Mittags – also zur klassisch norddeutschen „Wir tun so, als sei es noch früh“-Zeit – schwangen wir uns auf die Fahrräder.

Wir fuhren die Hälfte des Strandes Richtung Osten, weil wir es lieben, sportlich zu wirken, ohne es tatsächlich zu übertreiben.

Dann liefen wir am Strand entlang, als wären wir in einer besonders dramatischen Szene eines kitschigen Ostsee-Films.

Und an der Seebrücke traf uns plötzlich die Erkenntnis wie ein übermotivierter Möwenangriff:

Wir haben noch KEIN Foto zu dritt!

Also versuchten wir es mit dem Selbstauslöser, der natürlich anfing zu blinken wie eine ferngesteuerte Zeitbombe.

Sofort tauchten freundliche Menschen auf, die uns ungefragt anbieten wollten, unser Foto zu machen.

Wir hatten einen Heidenspaß:

Posieren, Lachen, Windböen, ein Hund, der in die falsche Richtung guckt – alles dabei.

Ein kompletter Familienfoto-Marathon.

Zur Belohnung gab es einen kleinen Glühwein und Weihnachtsmusik – die perfekte Mischung aus Romantik und klebrigen Fingern.

Und dann, wie immer:

Hunger.

Der große, alles überstrahlende, unaufhaltsame Hunger.

Also gingen wir – natürlich – in das neu entdeckte Beach Club Hotel.

Und was sollen wir sagen?

Es war nicht einfach gut.

Es war hundeluxuriös.

Käthe bekam einen Hundestrandkorb, als wäre sie die heimliche Besitzerin des Hauses.

Und am Eingang wartete ein Tisch, liebevoll vorbereitet mit Leckereien und Hundennapf, als wäre Käthe heute Ehrengast einer Gala.

Die Speisekarte?

Eine kulinarische Schatzkiste.

Enno bestellte Ente mit Rotkohl und Klößen, also das Gericht, das jeden Weihnachtsmann vor Neid erblassen lässt.

Ich gönnte mir ein grünes Curry mit Lachs, Lauch, Ingwer und Kurkuma – eine Mischung, die so gesund klingt, dass man automatisch das Gefühl bekommt, man hätte gerade eine Yoga-Stunde absolviert.

Als wir wieder rauskamen, war es – Überraschung! – dunkel.

Natürlich.

Es ist schließlich Ostsee im Winter.

Wir radelten nach Hause, begleitet von Wind, Dunkelheit und der heiligen Mission des Tages:

Rechtzeitig zum Fußball zuhause sein.

Denn wie jeder weiß:

Kein Urlaub ist so wichtig wie die 3. Bundesliga

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MONTAG – Die große Polen-Expedition (mit Sonne, Abgasen und rätselhaften Pflanzen)

Der Montag begann mit etwas, das wir in Kühlungsborn schon fast nicht mehr kannten:

strahlendem Sonnenschein.

Echtem Sonnenschein.

So hell, dass man das Gefühl hatte, die Ostsee wolle uns persönlich nach Polen eskortieren.

Wir fuhren also los, ganz euphorisch, bis wir die A20 verließen.

Danach ging es weiter auf Landstraßen, auf denen uns LKWs entgegenkamen, die vermutlich dachten, sie hätten das alleinige Wegerecht seit 1984.

Entweder war die Straße wirklich schmal – oder die Fahrer extrem optimistisch.

Auf jeden Fall war es knapp.

Sehr knapp.

Links und rechts erstreckten sich Riesenfelder voller Pflanzen, die aussahen wie etwas zwischen Raps, Mais und experimenteller Botanik.

Enno behauptete, es sei Raps.

Ich kündigte an, das zu recherchieren, denn irgendjemand muss ja die Wahrheit herausfinden.

(Ich bin sicher, es war NICHT Raps.)

Im Tunnel von Usedom nach Polen dann der nächste Höhepunkt:

Ein intensiver Abgasduft, weil die Turbinen offensichtlich beschlossen hatten, heute einfach mal Pause zu machen.

Warnhinweise? Ventilation? Ach was.

Einfach mal durchatmen, tut ja gut.

Doch dann – endlich – die Ankunft.

Unser Hotel in Polen:

direkt am Strand, luxuriös und wirklich schön. Die Wohnung ist sehr chic eingerichtet. Enno liebt die Lampenschalter, allerdings gibt es im Bad keine Ablagemöglichkeiten 🤣 schön, aber etwas unpraktisch.

Die Garage dagegen war… sagen wir…

kompakt.

So kompakt, dass wir uns nicht trauten, das Garagentor zu schließen, weil wir sicher waren, wir würden entweder das Auto, die Wand oder unser Nervenkostüm nachhaltig beschädigen.

Nach dem Einchecken gab es erstmal leckeres Essen – natürlich.

Wir sind schließlich professionelle Urlauber.

Danach liefen wir noch einmal in die Stadt, wo wir feststellten, dass überall gebaut wird.

Mindestens sechs Stockwerke, unten Gewerbe, oben Wohnungen –

ein bisschen wie Monopoly, nur in echt.

Dann spazierten wir an der Promenade entlang bis zum östlichsten Ende des Ortes.

Unendlich viele Gastronomien in allen Farben des Regenbogens.

Und dazwischen:

Spielautomaten. Überall.

Wie in Italien in den 80ern – nur ohne Dauerwelle, dafür mit LED-Beleuchtung.

Auf der Seebrücke gab es Gastronomie und… viele geschlossene Läden.

Vermutlich Winterschlaf.

Wer kann es ihnen verdenken?

Es war kalt. Sonnig, aber kalt!

⭐ Fazit des Tages:

  • Viel Gastronomie

  • Viel geschlossen

  • Unheimlich viele Neubauten

  • Spielautomaten soweit das Auge reicht

  • Essen gut und erstaunlich günstig

  • Und wir haben immer noch Angst vor dem Garagentor

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DIENSTAG

Der Dienstag begann in einer beeindruckenden Umgebung:

Wir wohnen in einem wundervollen alten Haus von 1870, das seinen historischen Charme trotz moderner Renovierung vollständig bewahrt hat.

Unsere Ferienwohnung ist großzügig und hell und besteht aus zwei Schlafzimmern, einem Bad, einem Wohn- und Essbereich sowie einer Dachterrasse.

Das Haus, die Wohnung sind natürlich elektronisch gesichert, die man mit einer Tastenkombination entsperren kann. Natürlich haben wir gestern erst einen Fehlalarm ausgelöst bevor wir in die Wohnung kamen. 🙈

Zwar gibt es in der Wohnung selbst keinen Stuhl oder Tisch 😳,

aber das Besondere an diesem Haus ist einfach, dass man überall die Geschichte spürt.

Trotz der Modernisierung merkt man, dass das Gebäude lebt:

Hier und da zieht es ein wenig, die Heizung rauscht leise – doch all das wird vom sanften Meeresrauschen überlagert und macht den Aufenthalt unglaublich gemütlich und authentisch.

Der Strand ist ein kleines Paradies für jede Art von Beschäftigung fast wie in San Franzisco.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Essen und Getränke zu genießen – für wirklich jeden Geschmack.

Von frisch geräuchertem Fisch über Berlin-Döner bis hin zu klassischen polnischen Restaurants, Pizzerien, Cafés, bunten Süßigkeitenshops wie in New York, kleinen Ständen und sogar Tattoo-Studios.

Alles ist bunt, vielfältig und voller Leben – ein wunderbarer Mix, der richtig Spaß macht.

Zum Spazierengehen gibt es wunderschöne Parkanlagen direkt neben der Strandpromenade – mit tollen Spielplätzen, Trampolinen und Rutschen.

Es fühlt sich an wie ein großer, liebevoll gestalteter Vergnügungspark direkt am Meer, kombiniert mit vielen Einkaufsmöglichkeiten.

Und das Schönste ist:

Wir haben noch längst nicht alles gesehen.

Jeder Weg führt zu etwas Neuem, jeder Tag bringt weitere Entdeckungen – und genau das macht diesen Aufenthalt so besonders

Dies ist ein Suchbild: Käthe und ein einsamer Schwimmer! Das weiße im Vordergrund ist Schnee!!!!!

Käthe hat den Mann angebellt als er aus dem Wasser kam! Peinlich dieser Dackel !

Und dann stand Enno auf:

Der Mittwoch startete mit einer kleinen Überraschung:

Enno war tatsächlich schon vor der Öffnung der Cafés wach!

Dadurch blieb uns nichts anderes übrig, als den Morgen besonders schön zu beginnen – nämlich mit einem Frühstück direkt an der Mole, begleitet von Meeresluft und Wellenrauschen.

Dort gab es wunderbare gefüllte Pfannkuchen:

für mich in der vegetarischen Variante mit Tomaten, Zwiebeln und Mozzarella, für Enno mit Schinken und Käse – beide unglaublich lecker und genau das Richtige, um den Tag zu starten.

Natürlich hatten wir vorher noch geshoppt – wie könnte es anders sein.

Diesmal entdeckten wir kalt geräucherten Thunfisch, der so köstlich aussah, dass wir ihn sofort mitnehmen mussten.

Beim Auschecken trafen wir dann auf den Parkwächter bzw. Hausmeister des Hauses.

Ich gab ihm den Schlüssel und erwähnte, dass wir noch bezahlen müssen.

Er antwortete etwas auf Polnisch – und ich stand wohl mit einem charmanten Fragezeichen im Gesicht da.

Daraufhin zauberte er sein Handy hervor, öffnete eine Deutsch-Polnisch-App, sprach rein –

und plötzlich erschien der Text für mich verständlich auf Deutsch.

Ich antwortete ebenfalls – auf Deutsch –

und er konnte alles direkt auf Polnisch lesen.

Diese kleine, moderne Übersetzungsbrücke war ein absolut wunderbarer Moment, der uns beiden ein Lächeln schenkte.

Er fragte noch, ob wir auch die Garage zahlen wollten – natürlich wollten wir –

insgesamt 150 Złoty, was 35,16 € waren.

Ich durchsuchte meine Tasche und kam auf 36 € – perfekt!

Ganz unkompliziert, ohne Beleg, aber mit einem guten Gefühl und viel Vertrauen verabschiedeten wir uns.

Dann ging es weiter zur nächsten Tankstelle –

denn dort kostet der Liter Benzin tatsächlich nur 1,40 €.

Ein kleines Highlight!

In Swinemünde selbst war es traumhaft schön:

ein langer, breiter Strand, eine lebendige Promenade und viele Eindrücke, die wir richtig genossen haben.

An der Grenze wurden wir kurz kontrolliert – freundlich und routiniert –

und Enno kommentierte lachend, dass er tatsächlich noch nie zuvor kontrolliert wurde.

Danach erkundeten wir noch Usedom – unter anderem Heringsdorf und Ahlbeck – beide Orte voller Charme, wunderbarer Architektur und einem ganz besonderen Küstenflair.

Zurück in Kühlungsborn ließen wir den Tag beim Rumänen ausklingen – ein Erlebnis, das uns so begeistert hat, dass wir auf jeden Fall wieder dorthin gehen möchten.

Ein rundum erfüllter Tag, voller schöner Momente, Entdeckungen und kulinarischer Glücksaugenblicke.

Und abends freuen wir  uns schon sehr auf Eddies und Christianes Wohnung – ein Ort, der sich jedes Mal ein bisschen wie Heimkommen anfühlt.

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MITTWOCH – Der letzte Tag

Der Mittwoch begann natürlich hochmotiviert:

Käthe und ich sind 1,5 Stunden gelaufen, als ob wir uns für den Ostsee-Marathon qualifizieren wollten.

Währenddessen hat der Himmel beschlossen, uns mit einem Nieselregen zu segnen –

die Art von Wetter, bei dem man so langsam durchweicht.

Danach stand ein Enno-Tag auf dem Programm.

Das bedeutet:

Frühstücken und Chillen – ein Konzept, das Enno persönlich erfunden, perfektioniert und international patentiert hat.

Praktisch, effektiv, keinerlei Bewegung.

Käthe fand’s großartig, ich eigentlich auch.

Es regnete übrigens den ganzen Tag.

Nicht kurz.

Nicht mal mit Abwechslung.

Einfach konsequent – wie ein Wetterbericht, der beschlossen hat, heute mal 110 % Einsatz zu zeigen.

Abends trafen wir uns dann mit Astrid und Schem, um den Tag wenigstens etwas aufzuwerten.

Wir gingen zum Griechen, denn wenn es schon der letzte Abend ist, dann bitte mit ordentlich Knoblauch, Ouzo und dem Gefühl, dass man sich die nächsten zwölf Stunden nicht mehr bewegen muss.

Ein würdiger Abschluss eines Tages, der wettertechnisch eine absolute Frechheit war –

aber menschlich, kulinarisch und alkoholisch durchaus geglänzt hat.