Meine-Augenblicke

Toskana

Ich habe vor kurzer Zeit das Hörbuch "In der ersten Reihe sieht man Meer" (gelesen von Bastian Pastevka) gehört. Dieses Buch hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich habe heute morgen Enno besabbelt habe, es zu hören. Hier in der Marina di Carrara ist es genau so wie es die beiden Autoren beschrieben haben. Der holländische Camper macht irgendwie grüne Bohnen mit Hackbraten oder Rouladen. Dazu Kartoffeln. Der Strand mit den schönsten Liegen ist in Privatbesitz. Am Strand laufen genauso viele "Starkpegmentierte" wie Gäste herum. Sie verkaufen alles was man nicht braucht und trotzdem gibt es sie. Einer von uns hat es bis zum Schluss ausgehalten immer noch "nein, Grazie" zu sagen. Die andere war abweisend und arrogant bis zum Ende.Es war ein schöner Urlaubsausklang und mit leichtem Sonnenbrand auf den Füßen, weil Mann ja keinen Sonnenschutz braucht, fahren wir morgen über die Schweiz zurück.
Wir werden nicht so schnell einen neuen Urlaub in der Toskana und auch nicht mit dem Wohnmobil planen, aber wir würden
- uns auch nicht mehr über das Wetter beschweren, weil jetzt ist es bei diesen Temperaturen zu warm für die Städte,
- das Weingut "Il Coco" in Montalcino mehr genießen. Der Vater ist Buddhist und kam gerade aus Brüssel mit einer Petition, seine Frau Thailänderin und vermarket anscheinend den Tourismus in Thailand, die Söhne betreiben das Weingut Und die Nachbarin kocht wundervoll,
- uns doch einmal Elba anschauen,
- Florenz immer an zwei Tagen besuchen,
- Weniger Klamotten und Geschirr mitnehmen,
- Ein kleineres Wohnmobil nehmen,
- Etwas gegen Mücken einpacken,
- Niemals mehr Enno unterschätzen bei der Entsorgung des chemietoilette,
- Immer einen zusätzlichen Hocker mitnehmen,
- Männer, die das Wasser mit Gießkannen holen, verstehen,
- Und und und...
Danke für euer Feedback über diese Seite und über die anderen Kanäle. Wir hatten sehr viel Spaß damit.


Danach durfte Enno shoppen (Öl und Wein) und ich musste den Wein probieren, weil er ja der Fahrer sei! Auf der weiteren Route, war leider eine Brücke nur 2 Meter breit, so dass San Miniato für uns wohl erst einmal ein geheimer Ort bleiben wird. Der andere musste das Wohnmobil sicher 1 Kilometer rückwärts fahren, während ich wie ein Schülerlotse/Bauarbeiter die anderen Autos auf die Gefahr aufmerksam machte und dem Wohnmobil vorlief!
Nachdem wir endlich Sonne und 25 Grad erreicht hatten, entschlossen wir uns wieder ans Meer zu fahren. Und auf einmal waren wir wieder in Massa.
Unsere erste Übernachtung hier in der Toskana (vor einer Woche) erlebten wir genau beim Campingplatz nebenan.

Die Evolution unserer Campingplätze und deren Sanitäranlagen.
Vierwaldstätter See: Parkplatz-nichts!!!
Marina di Massa: Dusche mit Münzen und Mücken, alles durch Müllbeutel vor Spritzwasser gesichert
Livorno: waschen unter freiem Himmel, 1qm Dusche
Il coco in Montalcino: Badezimmer mit Duschvorhang
Siena: zum ersten Mal musste man kein Papier und keine Seife mitbringen. Dusche wurde etwas größer
Florenz: alles neu mit einem Handtrockner von Dyson
Barcoreale: Dusche mit Vorzimmer, mindestens 3 qm
Und heute sind wir beim Nachbarcampingplatz unserer ersten Campingnacht. Wieder Duschmünzen. Diesmal gab es eine Münze mehr, aber dafür schlechtes WLAN dazu.


In Vinci genossen wir nicht nur das Museum, sondern auch diesen Ausblick! Natürlich wurde immer diskutiert, ob wir noch auf den Turm klettern müssten oder nicht.


Nachdem wir heute morgen kein Wasser zum duschen und für die Toilette hatten (Luxus-Campinglatz!) und ich dann auch noch falsch herum mit dem Fahrrad in eine Einbahnstraße an einer roten Ampel gefahren bin, dachte ich, dass der Tag nicht so richtig laufen könnte.Falsch! Einer von uns hatte Eier gekocht und den Frühstückstisch liebevoll gedeckt und war in sich ruhend. Nach dem leckeren Frühstück gab es dann Wasser und ich konnte duschen. Der andere räumte währenddessen alles zusammen, wusch ab und warte geduldig.
Wir fuhren wieder gen Westen. Das geliehene TomTom meldete Staus! Also anderes Ziel. An Pistoia vorbei. Ein Ort, der vom züchten und verkaufen von Pflanzen lebt. Das heißt: alle Bäume, Sträucher etc. stehen hier in Reih und Glied und das auch noch überall. Wie für Spießer (Bausparer 😉) gemacht.
In den engen Bergstraßen überholen sich die Radfahrer gegenseitig, wenn sie nicht gerade von Autofahrern dabei behindert werden. Super gefährlich. Ich bin ein richtig cholerischer Beifahrer.😖
Zum Schluss haben wir doch den Kuhni-Geheimtipp-Campingplatz gefunden. Bacoreale.it!
Jetzt liegen wir nach dem super leckeren Tiramisu am Pool und langweilen uns.

Ich konnte nicht mehr schlafen.

Also Trimmpfad ausprobieren

Das habe ich ausgelassen!


Die Mücken haben uns heute Nacht zum Blutspenden gezwungen. Wir müssen ein Nest im Wohnmobil haben. Der Bäcker für unser Frühstück heute morgen ist etwas weiter weg, aber dafür macht hervorragende Baguettes und Croissants. Natürlich waren unsere Campingnachbarn schon auf dem Weg mit dem Bus in die City als wir den Klapptisch und unsere Plastikstücke vor dem Wohnmobil positionierten. Unser Tisch ist zu klein! Alle unsere Einkäufe von gestern werden in Ikea-Tupperware-Töpfen gelagert, damit sie so auf den Tisch passen. Aus Zeitgründen wurde auch noch auf das Frühstückseiund das Zeitungslesen verzichtet!Also aufs Fahrrad. Enno fand einen tollen Radweg entlang des Flusses "Arno" in die Innenstadt. Dort angekommen haben wir alles besichtigt, was in unserem Stadtführer stand. Da es regnete, hielten wir uns etwas länger in den Gebäuden auf.
Das Mittagessen sollte in der Markthalle eingenommen werden. Dort gibt es alles: von vegan bis halbe Schweine, Pizza und Pasta mit Trüffeln, Chinesisch und Burger. Das Angebot über 3 Etagen ist so riesig, dass wir uns irgendwann für eine kleine Theke in der letzten Ecke entschieden. Wie sich danach!!! herausstellte hat Enno einen Griff für das Beständige: Katjas Würstelstand!! Wir aßen frittierte Frutti di mare und ein Florentiner Steak (bei uns heißt das t-Bone!) etwas über 750 Gramm dazu Wein aus dem Chianti. Toll.
Und dann kam zum ersten Mal die Sonne heraus. Auf dem Pointe Vecchia haben wir zum ersten Mal den Trubel genossen. Enno fragte, warum denn alle mit dem Handyhalter herumlaufen würden. Wie es sich herausstellte meinte er einen selfiestick.😂
Ich finde nicht, dass Florenz überlaufen ist.
Dann alleine mit dem Rad zur San Miniato al Monte (liegt auf einem Hügel) und zur Belohnung gab es einen Aperol spritz in einer sehr coolen Bar am Arno😊
Jetzt ist die Toskana richtig schön und Florenz eine wundervolle Stadt.


Einer von uns kann sogar das Wohnmobil ausrichten. Der gleiche kann es auch messen😊

Wir haben einen super-Luxus-Campingplatz in Florenz gefunden. Hier ist fast alles in deutscher Hand. Als ich heute zur Toilette lief, fragte einer den anderen Deutschen, ob er seine Flex (!) leihen könnte 😳 ,Wir haben heute gefaulenzt, leckeren Käse, Wein und Schinken gekauft. Danach natürlich gut gegessen und leckeren Grappa gefunden. Es ist hier alles! Lecker.
Morgen soll es um neun Uhr nach Florenz auf Entdeckungsreise gehen. Es wird noch diskutiert, ob man die Stadt mit dem Rad erkunden kann. 😊

Heute war der Plan lange zu schlafen und dann eine schöne Route nach Greve zu genießen. Das ging sehr schnell. Der Ort ist super klein, hat einen Platz und das war es. Also wird erst mal eingekauft und eine Pause gemacht. Es gibt Wein aus dem enomatic. Toll. Das braucht die culina!


In Siena haben wir uns den Dom angeschaut. Er hatteim ersten Moment sehr viel Ähnlichkeit mit der mesquita in Andalusien. Der Platz Il Forno ist ebenfalls wirklich sehr beeindruckend. Es gibt keine Stufen, aber ein sehr starkes Gefälle in einem halben Kreis. Hier gibt es unheimlich viele kleine Cafés, Bistros etc. man setzt sich anscheinend gerne hierher und beobachtet das Treiben bei schönem Wetter. Später wollten wir wieder mit dem Bus zurück zum Campingplatz, doch Komischerweise ist er einfach an uns vorbeigefahren. Wirklich: Wir standen an der Haltestelle und er ist vorbeigefahren. Enno ist dann ja sehr pragmatisch: "wir nehmen ein Taxi!" Nach weiteren 30 Minuten haben wir endlich den Taxistand gefunden. Siena ist nicht wirklich groß! Der nette Fahrer hat uns dann für 10€ nach Hause gebracht.

Mittlerweile war es kalt und wieder am nieseln. Deswegen blieben wir zum ersten Mal abends mit einer kleinen Vesper (Zutaten aus Siena) im Wohnmobil mit Fernseher. Wir haben erst jetzt mitbekommen, dass wir in der Toskana ja im Verhältnis zu Deutschland relativ wenig Regen abbekommen. 😳 das ist ja unglaublich.


Natürlich haben wir  viel gegessen, getrunken und gesabbelt. Am Morgen danach als jeder aus seinem Wohnmobil  kam, schien endlich die Sonne. Wir machten uns sofort auf den Weg nach Siena. Der ursprüngliche Reiseplan ist vergessen. Wir fahren hinter der Sonne her.

Endlich am Campingplatz angekommen, trauten wir kaum unseren Augen. Tolle Sanitäranlagen und eine Bushaltestelle vor der Tür (Wir hatten zwar noch nie eine vermisst, aber schien irgendwie vernünftig zu sein). Leider stellten wir uns in die falsche Haltestellenrichtung. Nach einer halben Stunde, als wir durch unsere freundlichen österreichischen Nachbarn auf unseren Fehler aufmerksam gemacht wurden und der nächste Bus erst in einer Stunde kommen würde, liefen wir zu Fuß los. Natürlich kam genau in diesem Moment ein halbstündiger Regenguss! Einer von uns war dann nicht mehr so gut drauf.


Nach dem wir uns vom Meer verabschiedet haben, schlugen wir den Weg in Richtung Inland ein. Das erste Ziel Volterra. Wir haben uns den wunderschönen Bergort im Regen erschlossen und sind dann weiter Richtung Siena. Es regnete noch immer! Also nicht ausgestiegen, sondern weiter nach Montepulciano. Dort gibt es auf jeden Fall Wein. In Montepulciano keinen Stellplatz gefunden. Der der Platz hatte, durfte nicht belegt werden, weil dort morgen früh Markt ist! Also weiter gesucht. Es war schon 17 Uhr. Der gute ADAC-Führer zeigte einen Platz auf einem Weingut, bei dem Olivenöl und Wein kaufen obligatorisch sind. Also hin. Als wir ankamen, saßen schon zwei Deutsche beim Weintasting. Nach uns kamen noch zwei. Die Paare kannten sich schon aus Siena. Diese Camperwelt ist besonders. In der Agrikultur "Il Cocco" gibt es Abends immer ein nettes Essen.



Für uns der Luxuscampingplatz kurz vor livorne! wir sind in den 80ern zurück: Videospiele von damals, Plastikblumen schauen aus Wohnwagenfenstern heraus und private abgetrennte Bereiche am Strand. Unglaublich. Der Pool wird im Juni (heute ist der 31.05.) eröffnet, dafür sind aber die Duschen(👏) inklusive und natürlich wifi 😅 


Mit dem Fahrrad durch Lucca und Pisa fühlt sich an wie den ganzen Tag über den im Momentgeöffneten Neumarkt fahren. 


Wir sind dann auch direkt bis nach Genua durchgefahren. Auch hier war es sehr stressig mit dem Wohnmobil. Nach langem Suchen haben wir endlich einen Campingplatz gefunden. Am Meer! In Massa. Mit allem drum und dran.

Hier wird der Sand morgens noch von Hand gefegt 😆 

Erste Übernachtung

Nach langem Suchen haben wir endlich am Vierwaldstätter See einen Stellplatz gefunden. Zum Glück regnet es in der Schweiz weniger als in Baden-Württemberg, aber dafür beständig.

Gruseliges Wetter in der Schweiz.  

Natürlich hat das Kaffeekochen mit der neuen 12 Volt Maschine nicht geklappt. Deswegen sitzen wir jetzt in einem tollen WLAN-Frühstücksrestaurant mit Möwenpick-Kaffee, Croissants und Eiern  mit Speck.

Morgen geht es los!!